Frauen IWHO feiert 24:23-Sieg gegen Rotenburg
In einem hochemotionalen und spannenden Handball-Derby in der Bezirksoberliga der Frauen bezwang die HSG Werra WHO in der Heringer Großsporthalle die TG Rotenburg mit 24:23 (12:12).

Heringen – TG-Coach Sebastian Jaschinski hatte seinem Team Tempohandball verordnet, den es bis zum 2:6 (13.) auch umsetzte. Danach schlich sich beim Gast der bekannte Schlendrian mit einer Vielzahl an technischen Fehlern ein, den die HSG-Frauen ausnutzten und sich über 4:7 (16.) und 5:9 (20.) bis zur Pause den Gleichstand zum 12:12 erarbeiteten.
Die Gastgeberinnen kehrten dann entschlossen aus der Kabine zurück und zogen mit einem 3:0-Lauf zum 16:13 (36.) davon. Die TGR stemmte sich, angeführt von Johanna Grunwald, der in dieser Phase drei ihrer insgesamt sechs Tore gelangen, dagegen. Doch wieder wurden die Bemühungen des Gastes durch technische Fehler – insgesamt 21 leistete sich die TGR im Verlauf der Partie – gestoppt.
So erarbeitete sich die HSG, bei der nun Lisa-Marie Trender und Stefanie Deringer auftrumpften, bis zum 21:17 (43.) einen vorentscheidenden Vorsprung. Daran konnte auch Rotenburgs Torfrau Lea Waffenschmidt, die sich mit 17 Paraden in Topform präsentierte, nichts ändern.
Die Schlussphase des Spiels wurde dann hektisch. Die Rotenburger Abwehr griff jetzt energisch zu, doch der Rückstand blieb bis zum 24:20 (57.) bestehen. Dennoch folgten drei spannende Schlussminuten, in denen die Spielgemeinschaft aus dem Werratal zu viele Gedanken an einen möglichen Sieg verschwendete und dadurch leichtsinnig wurde.
So war es erneut Johanna Grunwald, die die TGR mit Toren nach einem Solo und einem Tempogegenstoß auf 24:22 (60.) heranbrachte. Als dann Jennifer Malsch nach einem Foul die Rote Karte sah und Luca Mäusgeier den folgenden Siebenmeter verwandelte, stand es plötzlich nur noch 24:23 (60.). Doch mit Geschick und Zeitspiel rettete das Team von Florian Strümpf den Vorsprung über die Zeit.
"Wir haben den Anfang verschlafen, wurden dann aber besser, weil wir den Ball flüssiger haben laufen lassen. Die TG half uns sehr mit ihren vielen technischen Fehler", sagte Strümpf, der Torfrau Madlen Stark hervorhob. Sein Gegenüber, Sebastian Jaschinski, haderte dagegen mit der eigenen Ungeschicklichkeit im Angriff: "Wir machen zu viele technische Fehler und schlagen uns damit selbst. Unser sonst gutes Angriffsspiel kommt damit zu wenig zur Geltung."
Quelle: Hersfelder Zeitung vom 18.03.2025 (bhm)